Ausrüstung

Übersicht unserer wichtigsten Ausrüstungsgegenstände

Rettungssatz für Technische Hilfeleistung

 

Der Rettungssatz ist auf dem TLF 16/25 verlastet. Die Rettungsgeräte verfügen über neueste Akkutechnik somit müssen wir kein Hydraulik-Aggregat mit den Geräten per Schlauch verbinden.

 

Weber E-Force 2 Hydraulik Spreizer SP 53 BS:                                  

Klasse BS53/800-24     Spreizkraft von mindestens 5,3 bis maximal 42 Tonnen, Schließkraft bis zu 10 Tonnen, Spreizweg 80 cm, Gewicht ca. 22,8 kg.

 

Weber E-Force 2 Hydraulik Schneidgerät RSU 210 Plus:                 

Klasse CC200K-23,5    EN-Schneidklassen 1K-2K-3K-4K-5K, NFPA-Schneidklassen A8/B9/C8/D9/E9, hochfeste, geschmiedete Leichtbaumesser mit Messereinsätzen aus Speziallegierung zum Schneiden von vergüteten und gehärteten Fahrzeugteilen. Schneidkraft bis zu 107 Tonnen, schneidet auch modernste Fahrzeugkomponeten mühleos. Öffnungsweite 21 cm, Gewicht ca. 23,5 kg.

 

Weber E-Force RZT 2 - 1500 Rettungszylinder:                                    

Doppeltwirkende Zylinder, aufgelaserte Ringe mit Restlängenangabe auf der Kolbenstange alle 50 mm, Baulänge 700 mm, Kolbenhub 800 mm, Druckkraft 1. bzw. 2. Stufe:  10 Tonnen bzw. 6 Tonnen, Gewicht ca. 21,0 kg.

 

Akku-Säbelsäge:     

Mit der Säbelsäge können Fahrzeugscheiben entfernt oder Karrosserieteilen durchtrennt werden, sie schneidet aber auch andere Materialen wie Holz oder Verbundwerkstoffe. Die Säbelsäge wird mit den gleichen Akkus wie die Weber-Rettungsgeräte betrieben.

 

Multiblox Unterbausystem:

Flexible Kombination aller Komponenten ermöglichen den sicheren und schnellen Unterbau von Fahrzeugen oder Gegenständen während der Rettungsarbeiten. Werden verunfallte Fahrzeuge oder zu hebende Lasten nicht richtig unterbaut, kann es unter Umständen dazu kommen, dass diese beim Einsatz des hydraulischen Rettungsgerätes wegrutschen und Patienten weiter verletzt bzw. Retter selbst gefährdet werden.

Belastbar ist jede Komponte bis zu 40 Tonnen, somit können einzelne Platten auch als Unterlageplatte für den hydraulischen Spreizer oder als Wiederlager bzw. Druckplatte für den Rettungszylinder im verunfallten Fahrzeug verwendet werden.

 

Weber Stab-Fast MK2:

Zur schnellen und sicheren Fahrzeugstabilisierung von Unfallfahrzeugen bei sehr anspruchsvollen Seiten- oder Dachlagen. In der Regel kann ein Fahrzeug vor der Patientenrettung nicht einfach wieder gedreht werden ohne den Patienten ggf. weiter zu verletzen. Der Patient muss also in der Regel auch aus dieser Lage befreit werden. Dazu werden die Stützen per Hacken an den Fahrzeugseiten befestigt und mittels Spanngurten auf Spannung gebracht. Somit wird ein sicheres Lastendreieck geschaffen und ein bewegen oder Kippen des Unfallfahrzeuges während der Rettungsarbeiten vermieden.

 

Octopus Airbag-Sicherung:

Schützt Retter und Patienen vor ungewollter Airbagauslösung während der Rettungsarbeiten.

 

Rettungsrucksack First-Responder:

Zur Erstversorgung von Patienten.

 

Weiteres Zubehör:

Kettensatz für Spreizer, Schutzdeckenset zum abdecken scharfer Kanten, Bereitstellungsplane, Weber-Schwelleraufsatz, Glasmasterset, Packexe "smash" und Packexe "Edge", Halligan-Tool, Ersatzakkus für die Rettungsgeräte,


 

Atemschutz

Die Feuerwehr Oberottmarshausen verfügt über 8 Pressluftatmer der Firma Dräger - 4 je Fahrzeug, davon 2 jeweils zum Anlegen gleich während der Einsatzfahrt. Diese Geräte sind zusätzlich jeweils mit einem Bewegungslosmelder einer fest montierten Knickkopftaschenlampe, und einem Ausrüsungsholster ausgestattet.

AtemschutzDas Ausrüstungsholster beinhaltet ein Rettungsmesser, eine Bandschlinge, Holzkeile und Türmarkierungskreiden.

Die Bewegungslosmelder geben Alarm wenn sich der entsprechende Atemschutzgeräteträger nicht mehr bewegt, und erleichtern somit das Auffinden des Kameraden wenn dieser verunglückt sein sollte.

Masken verwenden wir Panorama Nova der Firma Dräger.

Zum Mitführen bei Personensuchen in Gebäuden liegt auf beiden Fahrzeugen je ein Tragetuch und auf dem TLF ein Behälter mit Fluchthaube sowie eine Wärmebildkamera, die vom jeweiligen Atemschutztrupp mitgeführt werden können.

Die Atemschutzüberwachung wird bei der Feuerwehr Oberottmarshausen mit der Überwachungstafel Dräger Regis 100 nach den Richtlinien der FwDv 7 durchgeführt. Mit einer Tafel können maximal 3 Trupps überwacht werden, es ist je eine Tafel auf unseren Fahrzeugen verlastet.


Wärmebildkamera 

Dräger UCF 7000Oftmals können die vorgehenden Angriffstrupps trotz starker Lampen nichteinmal mehr die eigene Hand vor Augen in brennenden Gebäuden erkennen.  Um die Sicht in verrauchten Bereichen zu erhöhen wird von uns neueste Technik in Forma einereine Wärmebildkammera eingesetzt.

Diese erzeugt aus Temperaturunterschieden ein sichtbares Bild auf dem Monitor des Gerätes - gleichzeitig wird die genaue Temperatur des anvisierten Bereiches angezeigt.  Dadurch hat der Angriffstrupp trotz Rauch, Nebel oder Dunkelheit eine gute Sicht, erkennt besser Gefahrenstellen und kann vor allem Opfer schneller lokalisieren.

Eine sofortige Rettung und eventuelle Wiederbelebung von Personen aus verrauchten Gebäuden ist sehr wichtig, bevor die kritische Schwelle erreicht ist, deren Überschreitung zu irreparable Folgeschäden der betroffenen Person führen kann.

Daneben kann die Wärmebildkamera aber auch zum Erkennen von versteckten Glutnestern, überhitzen Maschinenteilen, für die Personensuche bei Dunkelheit oder auch zur Füllstandsmessung von Behältern eingesetzt werden.

Mit unserer Wärmebildkammera können wir auch "um die Ecke sehen". Diese wird dafür einfach mit der Hand aus sicherer Deckung heraus in einen vermuteten Gefahrenbereich gehalten und ein Standbild auf dem Display festgehalten. Wir können uns dann die aktuelle Lage aus einer sicheren Position ansehen und das weitere Vorgehen besprechen.

Mit dem eingebauten Laserpointer kann Kammeraden gezielt die Position einer entdeckten Person oder von Glutnestern auch von weiter Entfernung angezeigt werden.


Lüfter

Schon wenige Atemzüge von Rauchgas können zu schweren körperlichen Schäden führen. Um ein Gebäude im Brandfall also möglichst schnell wieder rauchfrei zu bekommen setzten wir  Hochleistungslüfer ein.

LüfterDieser wird 2 bis 6 Meter vor dem Hauseingang postiert - Nachdem eine weitere Öffnung im Brandobjekt durch den Angriffstrupp geschaffen wurde (z.B. Fenster auf der anderen Gebäudeseite) kann mit diesem Gerät eine große Menge Frischluft mit hohem Druck durch das Gebäude geblasen werden (Leistung 5,5 PS -  43.100 m3 / Stunde).

Der Drucklüfter sorgt durch seinen gebündelten und turbulenzfreien Luftstrom für eine rasche Durchlüftung verqualmter Gebäude und damit für bessere Sicht, niedrigere Temperaturen und schnelle Verminderung der Giftgaskonzentration im jeweiligen Brandobjekt.

Durch einstellbare Neigungswinkel lassen sich Hindernisse wie Treppenstufen oder Eingangspodeste problemlos und ohne den Verlust der Luft-Fördermenge überwinden.

Beide Fahrzeuge verfügen über je einen Hochleistungslüfter, der permanent mitgeführt wird (einmal elektrisch und einmal benzingetrieben)


Schnellangriff

beide Löschfahrzeuge verfügen über einen Schnellangriff.

Er besteht grundsätzlich aus dem im Fahrzeug eingebautenLeader PRO/pak Wassertank, einer Pumpe, und einem direkt an die Pumpe angeschlossenen Druckschlauch mit Hohlstrahlrohr.

Der Schnellangriff bietet Vorteile bei kleineren Löscheinsätzen, wie z.B. Autobrände, Containerbrände usw., da er unabhängig von externer Wasserversorgung und sofort einsatzbereit ist

Zusätzlich können wir anstatt des Strahlrohres einen Schaumschnellangriff  (Leader PRO/pak) an den Druckschlauch ankoppeln, und sind dadruch in der Lage ohne weiteren Aufbau sofort mit Schwerschaum oder Mittelschaum einen Brand vom Löschfahrzeug aus direkt zu löschen.


Motorsäge

auf beiden Fahrzeugen ist eine Benzinmotorsäge verlastet. Motorsäge im EinsatzDie Säge (Stihl 361) hat eine Leistung von 3,4 kW (4,6 PS) bei einer Schwertlänge von 37 cm und einem Gewicht von 5,6 kg. Selbstverständlich wird die Motorsäge von uns nur mit der nötigen Schutzausrüstung betrieben. Hierzu zählen: Schnittschutzstiefel, Schnittschutzhose, Schutzhandschuhe und Waldarbeiterhelm mit Gehörschutz